Oman – Nizwa, Misfah und Ende der Reise

Nun sind unsere Tage hier oben am Djebel Shams vorbei und wir machen uns auf den Weg nach Nizwa, wo wir die nächste Übernachtung gebucht haben. Natürlich müssen wir vorher den ‚Grand Canyon’ (Wadi Nakhr) auch noch von unten erkunden – wie gut, dass es da eine 7 km lange Piste gibt. Am Ende der Piste ein paar Häuser und ein Kaffee mit Souvenir-Shop, hier gibt’s Decken aus Ziegenhaar. Wir lassen den Toyota stehen und wandern noch ein Stück in die Schlucht hinein – Einsamkeit und Stille bis auf das Vogelzwitschern sind um uns. Ziegenspuren weisen uns den Weg, wenn wir glauben, durch diese Steinhaufen geht’s nicht weiter. Auch von unten ist die Schlucht eindrucksvoll, umso mehr, als wir am oberen Rand die Plätze erahnen können, wo wir die letzten Tage unterwegs waren. Nachdem wir die Schlucht wieder verlassen haben, machen wir noch einen Bummel (na ja – Berg-Spaziergang über grobes Blockgestein) durch die Ruinen von Old Ghul, diesmal nicht nur verfallende Lehmhäuser, sondern auch eindrucksvolle Steinmauern ohne jeden Mörtel.

Album anzeigen Nachmittags machen wir noch einen Abstecher nach Misfah, ein altes Dorf mit eindrucksvollen Lehmgebäuden, umgeben von Palmen-Gärten mit Wasserkanälen, sehr idyllisch, schattig und erholsam. Zum Sonnenuntergang fahren wir noch eine frisch geteerte Paßstraße bis auf 2.000 Meter hinauf. Hier haben wir einen wunderbaren Blick auf die Nordseite des Djebel Shams. Außer uns ist noch ein anderes Touristen-Paar mit Geländewagen hier und stellt gerade sein Zelt auf – ein wunderschöner Platz zum Übernachten!. Wir stören leider auch ein Omani-Pärchen in traditioneller Kleidung, das hier wohl ungestört sein wollte. Uns fällt es schwer, jetzt hier wegzufahren, um in Nizwa im Hotel zu übernachten, hier oben ist das wahre Leben… Dabei reift in uns der Gedanke, später wieder einmal in den Oman zu reisen, dann unabhängig nur mit Geländewagen und Zelt-Ausrüstung. Schöne Plätze gibt es genug.

Das Hotel in Nizwa ist hübsch, großes Zimmer mit Balkon, leider an der Straße und sehr laut. Nach dem guten Essen im Hotelrestaurant machen wir noch einen Bummel durch Nizwa, heute kein Markt und also auch keine Touristen.

Album anzeigen Nun ist unser letzter Tag im Oman gekommen, wir fahren in knapp 2 Stunden von Nizwa nach Muscat, unterwegs “darf” Renate auch noch mal ans Steuer. Am Flughafen klappt alles bestens, auf dem Flug haben wir jetzt (am Tag) wunderbare Blicke zuerst auf die omanische Halbinsel Musandam, dann auf die verschneiten(!) Berge im Iran und in Anatolien.

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Zuhause angekommen, liegen so 10 cm Schnee (also keine Wetterkatastrophen wie in der Zeitung zu lesen), aber die Taxifahrerin schafft es dennoch, den Wagen vor unserer Haustür in den Schnee zu setzen und nicht mehr rauszukommen.

Die nächsten 4 Wochen laboriert Jo mit seinem Darm-Mitbringsel rum, bis endlich Ruhe einkehrt, derweil sichten wir unsere 2.000 Fotos und Filmchen.

Resümee:


Der Oman ist ein angenehmes und vielseitiges Reiseland, Bilderbuch-Wüste, Strände und Berge mit schönen Wadis und freundliche Menschen. Die Infrastruktur ist erstaunlich gut und die englische Beschilderung erlaubt entspanntes Reisen. Weihnachten in einem arabischen Land, in der Wüste, ist wunderbar, nur in den Hotels gab es Plastik-Christbäume mit hektisch flackernder Beleuchtung.

Unsere organisierte Trekking-Tour wie ursprünglich geplant hätte einen schönen Eindruck aller dieser Aspekte ermöglicht. Leider war die uns besonders wichtige Bergtour verwehrt wegen Regen, und nur die Wüstenwanderung war für uns zu wenig Wander-Aktivität und etwas gleichförmig, um nicht zu sagen eintönig. Hätten wir nicht noch unsere wunderschöne Privattour zum Djebel Shams gehabt, hätten wir das Gefühl, etwas verpasst zu haben. So bleibt die Idee, irgendwann noch mal mit Geländewagen, Wander- und Campingausrüstung den Oman zu erkunden.

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