Oman – Ibra, Wadi Bani Khalid und Muscat

Am nächsten Tag kommen im al Raha Camp morgens wieder unsere 2 Toyotas zu uns und wir fahren in 2 Stunden nach Ibra in den Souk, hier vertun wir an die 3 Stunden bei den Ständen, wo es auch nix anderes gibt als in anderen Souks. Renate ist ganz malad, zuerst führt sie es auf die schweren Düfte von Parfüm und Weihrauch im Souk, später auf die Benzinschwaden vom vorneweg fahrenden Jeep. In der frischen Luft geht’s auf jeden Fall besser. Nach dem Souk besuchen wir ein Dorf mit vielen halb verfallenen bis 300 Jahre alten Häusern. Die Häuser mit Lehmziegeln gebaut, manche bis zu 3 Stockwerken hoch und aufwendig verziert, manches ist noch erkennbar. In manche Ruine kann man sogar hinein, das wäre bei uns undenkbar, Einsturzgefahr! Dann gibt’s Mittagessen, die einfallslose Standardausgabe beim Inder-Restaurant an der Strasse – man hat die Wahl zwischen Reis mit Hühnchen, Reis mit Thunfisch oder Reis mit Hammel. Ansgar meint, er könne sich eine Indienreise sparen, es gibt genug Inder und ihre Restaurants im Oman. Allerdings haben wir nur in Muscat richtig gut indisch gegessen – in den kleinen Orten auf dem Land ist da nicht so viel geboten.

Album anzeigen Nun geht’s Richtung Wadi Bani Khalid, irgendwann biegen wir von der Teerstraße ab und auf der rauen Piste bald recht kräftig bergauf. Der Piste sieht man an, dass hier beim Regen neulich einiges Gestein in Bewegung kam und mit dem Bagger wieder weggeräumt wurde. Auch heute schaut es wieder nach Regen aus, und Marianne beschließt, dass wir zwar nach Muql fahren, wo unser Esel-Trek geendet hätte, aber wir werden nicht da übernachten. Hier kämen wir nicht mehr heraus, wenn es wieder regnen würde, die Piste ist sehr steil und wir wissen ja, wie sie sich in Schmierseife verwandeln kann. Wir kommen Viertel vor Vier am Wadi an, ein paar beladene Esel gehen gerade los, und wir können nun noch eine Stunde das Wadi erkunden, dann wird es auch schon dunkel. Es ist wunderschön hier, unten gibt es Wasser und Bäume, eingerahmt von steilen rötlichen Felswänden, eine grandiose Landschaft. Wieder hadern wir mit dem Schicksal, das uns Regen schickte, so dass wir diese Etappe nicht machen konnten, und dass wir heute Morgen soviel Zeit in diesem unsinnigen Souk vertrödelt haben, sonst hätten wir noch etwas mehr von diesem Wadi erkunden können. Unser Fahrer fährt dann im Dunkeln zurück über die Piste und sucht einen Campingplatz. Irgendwo bei Laterne 17 (Im Oman sind die Überlandstraßen auch beleuchtet) biegt er auf eine Fahrspur ab, noch einige Dünen weiter, dann haben wir einen ebenen Platz und bauen die Zelte im Scheinwerferlicht des Toyota auf. Nun geht es auch Daniela nicht gut, Mariannes Salat bleibt heute zur Hälfte ungegessen, und wir verschwinden bald in den Zelten.

Album anzeigen Am nächsten Tag (es ist Silvester) geht es zurück nach Muscat. Nach einer Pause bei einem kleinen Straßenmarkt sind wir gegen Mittag in Muscat im vorgesehenen Beach-Hotel, aber hier erfahren wir, dass es überbucht ist und wir werden zum angeblich sogar besseren Ramee Hotel gebracht – entsetzlich, ein Allerweltskasten! Schlimm genug, wenn man auf Geschäftsreisen in so etwas landet, aber im Urlaub?! Das andere Hotel sah wesentlich freundlicher aus, aber hier will man eigentlich nicht mal zum Schlafen bleiben. Kein Balkon, die Fenster lassen sich nicht öffnen und sind auch seit der Erbauung nicht mehr geputzt worden. Also nichts wie weg zum Strand, wo einige Touristen in Badekleidung und viele Omanis in traditioneller Kleidung am Stand bummeln. Um 19 Uhr treffen wir uns mit Marianne und fahren im Taxi zu einem sehr hübschen Gartenrestaurant, Springbrunnen, Topfpalmen und arabische Laternchen und eine große Auswahl arabischer Spezialitäten. Und frisch gepressten Fruchtsaft. Um 22 Uhr sind wir zurück im Hotel, wir gehen ins Bett, Renate ist immer noch etwas malad. Die anderen gehen zur Strand-Promenade und wollen schauen, was die Omanis zu Silvester bieten. Um Mitternacht erwachen wir am Dröhnen der Bässe aus der Hotel-Disco, aber es gibt kein Feuer­werk.

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