3. Trek nach Lingshi

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Inhalt dieser Seite: Nyile La Lager Lingshi

Am Morgen unserer nächsten Trekking-Etappe zeigt sich Chomalhari in seiner vollen Pracht, wir frühstücken in der Sonne – Bilderbuchtrekking! Heute gibt es Porridge – Kraftnahrung, weil wir über unseren ersten großen Paß mit fast 4.900 Metern gehen werden. Wir schauen noch kurz den Bogenschützen zu, die heute einen Wettbewerb mit dem Nachbardorf austragen werden und sich mit rituellen Gesängen anspornen.

Dann folgen wir dem Fluß, überqueren ihn zusammen mit einigen Yaks und deren Kälbern, dann geht es bergauf. Hier stehen noch einige Bauern-Häuser, auf deren Gartenmauern Yakdung zum Trocknen liegt. Der Blick auf Chomalhari und Jichu Drake ist vom Feinsten.
Yeshi bremst uns, indem er sehr, sehr langsam voraus geht – für uns ist es etwas zu langsam, aber er will damit sicherstellen, daß wir alle uns gut an die Höhe anpassen. Der erste Anstieg strengt uns nun doch ein bisschen an, danach geht es aber geruhsamer, nur noch sanft ansteigend, ein weites Hochtal entlang, immer in Begleitung der Strommasten. Unterwegs werden wir von unserer Pferde-Karawane überholt.

Bei einer Pause verteilen wir unsere Leckereien, unsere Freundin hat deutsche Salami, wir bieten Energie-Riegel und kandierten Ingwer. Nach über 4 Stunden erreichen wir den Nyile La, der neben einem Chörten mit Gebetsfahnen auch von einem Strommasten geziert wird. Hier bläst ein eisiger Wind, und Wolken ziehen auf, wir haben den Paß gerade noch rechtzeitig erreicht, um den Blick genießen zu können. Wir halten uns nicht lange auf, sondern machen uns an den Abstieg. Hier begegnet uns eine große Yak-Karawane, ein malerischer Anblick, wie die geschmückten Yaks sich den steilen Hang hinaufarbeiten.

Wir steigen noch eine Weile ab, um einen halbwegs geschützten Platz fürs Mittagessen zu finden, trotzdem ist das Gemüse auf dem Teller sofort kalt. Wir halten uns nicht lange auf und steigen weiter ab, die Berge herum verstecken sich in Wolken. Wir kommen nun in die Rhododendron-Zone, die Nordhänge sind alle damit bewachsen, aber leider sie blühen noch nicht, es sind kaum Knospen zu sehen. Außerdem wachsen hier Birken mit einer rötlichen Rinde, die in Fetzen herabhängt. Unten im Talgrund sehen wir winzige blaue Punkte, unsere Zelte sind im Lager Lingshi schon aufgebaut, auf der anderen Talseite liegt darüber auf einem Hügel der Lingshi-Dzong, an dem wir morgen vorbeiwandern werden. Unten im Tal bläst ein kalter Wind, aber wir werden schon mit Tee und Keksen empfangen, danach Siesta im Zelt bis zum Abendessen.

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