7. Bhuddhistisches Neujahrsfest in Kathmandu, Résumé

Unser Flug nach Kathmandu geht schon früh, wir müssen um 5 Uhr aufstehen und noch nach Paro fahren. Es regnet und weiter oben sehen wir Schnee – was haben wir für ein Glück gehabt mit dem Wetter auf unserem Trek!
Auf dem Flug nach Kathmandu sitzen wir wieder auf der richtigen Seite (rechts), um eine dreiviertel Stunde lang entlang der Himalaya-Kette zu fliegen und zu schauen.
Auf dem Weg ins Hotel erfahren wir, daß heute Bhuddhistisches Neujahrsfest ist, es ist kaum Verkehr und dadurch etwas weniger Smog. Wir nehmen uns ein Taxi zum Fuß von Swayambunath, dem Hinduistisch-Bhuddistischen Tempelberg. Hier empfangen uns Einheimische in festlichen Gewändern, die Damen in bunten Saris, und über allem hängen neue knallbunte Gebetsfahnen, sie werden anscheinend für dieses Fest alle erneuert. Es gibt Musikgruppen, eine Menschenmenge umringt einen Brunnen und wirft Münzen hinein, überall gibt es kleine Stände mit frischen Kokosnüssen, Bananen und Melonen. Wir genießen den Trubel. Inmitten der Menschenmenge stibitzen die Äffchen Lebensmittel, mir versucht tatsächlich ein Äffchen die Flasche Fanta wegzureißen! Vom Erdbeben im vorigen Jahr gibt es noch einige zerstörte Mauern zu sehen, aber insgesamt erscheint uns der Schaden gering. Am Abend gehen wir noch durch Thamel, bummeln durch die Gassen mit den ganzen Touristenläden und essen Momos, ich traue mich sogar, Salat zu essen.
Auch der Heimflug verläuft ohne grössere Zwischenfälle, und zu Ostern sind wir wieder zuhause.


Resumé:
Leider bleibt uns der Eindruck des herumliegenden Mülls haften, die verschandelnde Stromtrasse über die hohen Himalaya-Pässe und die in die Landschaft gefräste Piste. Wir stellten uns die Frage, ob es den wenigen Menschen in dieser hochgelegenen Region wirklich hilft, ob ihnen mit Solarpanels nicht genauso und mit deutlich weniger Eingriff in die Natur gedient wäre. Auf jeden Fall ist dadurch dieser Trek nicht die erste Wahl im Himalaya.

Die Höhenanpassung für die Wanderungen fanden wir sehr gut, es ging stetig, aber nie zu viel bergauf, wir haben da schon andere Höhenunterschiede auf unseren Treks erlebt.

Leider haben wir ausser dem Blutbrust-Fasan und einem(!) Murmeltier keine Wildtiere gesehen. Ein Grund dafür mag sein, dass wir auf dem Trek fast ständig von Hunden begleitet wurden. Eines der Nationaltiere Bhutan’s, der Takin, war nicht mal im Zoo Thimpu’s zu besichtigen, denn alle Exemplare waren aus ungeklärten Gründen krank und man wartete auf die Ergebnisse der Blutanalyse aus Kanada…

Den Ruhetag in Laya fanden wir überflüssig – da wir ja schon mittags im Dorf ankamen, hätte uns der Nachmittag zur Erkundung völlig gereicht, und danach ging es nur noch abwärts, keine Anstrengung mehr.

Die Organisation hat immer super geklappt, z.B. die Wechsel der Packpferde.

Wir waren sehr erstaunt über die Menschenmengen, die die Orte Paro, Punakha und Thimpu mit ihren Tempeln besuchten, nix von „letztem Paradies“. Ausserdem waren die Sehenswürdigkeiten in Thimpu für uns nicht mehr beeindruckend, nachdem wir vorher anderes gesehen hatten – vor allem der Punakha Dzong hatte uns sehr beeindruckt. Aber vielleicht sind wir ja inzwischen auch von vielen Reisen übersättigt und nicht mehr so leicht zu beeindrucken.

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