Anreise und erste Etappe

Wir flogen von Turin nach London, wo wir umständlich in das Flugzeug nach Reykjavik umstiegen, Ankunft am späten Nachmittag.

Island zwischen Europa und Grönland

Nach der Übernahme des Campers war die wichtigste Aktion, noch vor Ladenschluss das Nötigste einzukaufen. Den vom Vermieter beschriebenen Bonus-Supermarkt fanden wir allerdings nicht, sondern landeten bei einem kleinen, schlecht sortierten und teuren „Tante-Emma“ Laden, aber so hatten wir für diese Nacht und den kommenden Tag wenigstens eine Grundausstattung.

Für die erste Nacht hatte ich aus der Karte schon einen Übernachtungsplatz ausgesucht, nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt an der Küste am Leuchtturm Gardur. Die Brandung peitschte dort an die Mauer, ab und zu bekamen wir Gischt ab, auf den Wellen schaukelten die Eiderenten, sogar unser Camper wackelte im Wind. Es war ein schöner, dramatischer Platz für unsere erste Nacht auf Island, leider war es für Nordlichter zu wolkig.

Island Route 1

Am nächsten Tag fuhren wir um die Halbinsel Reykianes, wo wir bei Regenschauern und Wind über Lavafelder spazierten, in die Schlucht zwischen der amerikanischen und der europäischen Kontinental-Platte schauten und am Hafen von Grindavik Hummersuppe für einen stolzen Preis aßen. Bei Krisuvik versuchten wir eine Wanderung, aber der Boden war halb aufgetaut, bei jedem Schritt versanken wir tief im Matsch. Da war das Solfatarenfeld beim See Graenavatn in der Nähe interessanter und auch angenehmer, hier war der Weg durch Holzstege vorgegeben. Eindrucksvoll auf der Weiterfahrt der große, zugefrorene See Kleifarvatn. Da wir keine Lust hatten, nach diesem Ausflug ein Stück zurückzufahren, um wieder auf die Küstenstraße zu kommen, beschlossen wir, die Straße 417 zu nehmen, um auf die Ringstraße N1 zu kommen. Bei der Abbiegung auf die 417 warnte uns ein Schild „may be impossible“ – nun, versuchen wir’s! Der Blick auf die verschneiten Berge war eindrucksvoll, die Straße stieg an, erste Schneeverwehungen. Die Einmündung auf die Ringstraße war nicht mehr weit, schon sahen wir dort die Autos Richtung Reykjavik fahren, Sonntag-Abend Heimreise-Verkehr. Aber die letzten Meter waren noch spannend: ob wir durch die letzte Schneewehe kommen? Anlauf, uff, geschafft! Die Ringstraße ist frei, wir fahren nach Süd-Osten, hier ist weites landwirtschaftlich genutztes Land, alles eingezäunt, ab und zu Pony-Herden, Einzel-Gehöfte, in der Ferne das Meer. Hier ist es schwierig, einen Platz um Übernachten zu finden, aber an einer Nebenstraße finden wir ein passendes Fleckchen.

2015 - Island Ankunft und 1

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