4. Tag – Regenfahrt nach Höfn, Eglisstadir, Vopnafjördur

Island Route 4

Am nächsten Morgen machen wir trotz grauem Niesel-Wetter nochmal einen kurzen Besuch am Eissee, dann fahren wir im Regen entlang der Küste, immerhin sieht man noch die Meeresbrandung und die in den Wolken verschwindenden Berge – sehr stimmungsvoll, wenn man im trockenen sitzt…

In Höfn machen wir Halt, um mal wieder einen Internet-Anschluß zu finden, aber das Tourismus-Büro hat grad technische Probleme. Wir wollen uns den Wetterbericht und Straßenzustands-Informationen anschauen – nun, nutzen wir halt wieder die Verbindung via Smartphone. Wir erfahren, dass die Ringstraße teilweise gesperrt ist und wir einen Umweg außen herum entlang der Küste nehmen müssen – viele Kilometer entlang tief eingeschnittener Fjordes, die Fahrt zieht sich, es hat sich eingeregnet. Dann geht es ins Landesinnere, die Straße steigt an, der Regen geht in Schnee über. Wir erreichen nach langer Fahrt Eglisstadir, das Zentrum für Ost-Island. Dort tanken wir und versuchen, uns über die weitere Strecke zu informieren. Außerdem besuchen wir den Alkohol-Laden „Vinbud“, endlich ist mal einer offen, die Öffnungszeiten sind sehr eingeschränkt. Es gibt Bier, Wein und Schampus zu ungeheuren Preisen, wir kaufen uns ein Mini-Fläschchen Sekt als verschwenderische Vorbereitung zu unserm Hochzeitstag.

Die Straße ist geräumt, aber es schneit weiter, und wir kommen jetzt noch mehr ins Hochland. Ein Schild informiert uns, dass irgendeine „Heidi“ (= Hochebene) offen sei, aber wir finden den Namen nicht in der Karte. Nachdem es weiter schneit und die Straße zunehmend verweht ist, verlassen wir uns nicht darauf, sondern fahren an der nächstmöglichen Abzweigung Richtung Küste, endlich geht es bergab und der Straßenzustand bessert sich. Wir finden einen schönen Übernachtungsplatz an einem Fjord im Norden (mit Eisschollen) bei Vopnafjördur. Es hat aufgehört zu regnen und wir machen nach der langen Fahrt noch einen Abendspaziergang am Fjord entlang. Wir sind an der Nord-Küste, wir stellen uns vor, wenn man hier nach Nordwesten schwimmt (oder besser mit dem Boot fährt), landet man irgendwann in Grönland….

Es gibt hier traumhafte, endlos lange Strände, kein Mensch zu sehen – es ist halt zu kalt für Strandleben. Woanders stehen an solchen Stränden die Hotelburgen.

2015 - Island 4

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