2. Tag – Eyjafjallajökull, Seljalandsfoss , Skogafoss, Solheimajökull

Island Route 2

Am nächsten Morgen ist alles frisch verschneit, leicht überzuckert, sehr malerisch. Ein paar Ponys stehen auf der Weide nebenan, wir gehen erstmal streicheln. Für einen Ausritt ist es uns zu kalt und windig. Die Wolken verziehen sich und geben den Blick frei auf einen magisch weißen Berg, der abgehoben über den Wiesen steht – Eyjafjallajökull, der alte Asche-Speier (letzter Ausbruch 2010)! Wir unternehmen eine kleine Wanderung auf einer Piste (fester Untergrund!), wo zuerst ein Super-Jeep mit ein paar Touristen und ein paar Quads an uns vorbeifahren – dann sind wir alleine in der weißen endlosen Weite, in der Ferne sieht man die Westmänner-Inseln aus dem Meer aufragen. Wir erreichen ein weites Hochtal, hier könnte man noch endlos weitergehen (oder im Sommer mit dem Allradler fahren). Wir haben uns aber genug dem eisigen Wind ausgesetzt und kehren um. Wir lästern über die Touristen im klimatisierten Super-Jeep, der Eindruck zu Fuß in der windumtosten Einsamkeit ist sicher ein anderer. Wieder unten an der Ringstrasse sind die Wasserfälle Seljalandsfoss und Glúfrafoss schon von ein paar Touristen-Bussen besucht, wir wundern uns, wie viel schon los ist, jetzt im Winter. Auch der nächste, berühmte Wasserfall an der Hauptstraße, Skogafoss, ist kein Geheimtipp und gut besucht, aber mit seinem Regenbogen wirklich ein Traum. Den Versuch, hier eine kleine Wanderung auf die Hochebene zu unternehmen, lassen wir nach 100 Höhenmetern bleiben, der Wind pustet uns fast den Abhang wieder hinunter.

Étwas weiter an der N1 folgen wir dem Hinweis „Glacierwalk“ und finden am Ende einer Piste einen großen Parkplatz, ein Café (in der Saison geöffnet) und Hinweisschilder auf den Weg zum Gletscher Solheimajökull. Wir kämpfen uns gegen den kalten, vom Gletscher kommenden Wind, er wirft uns fast um. Aber wir schaffen es zum Gletschersee mit ein paar Mini-Eisbergen, eindrucksvoll – Bilder, wie man sie aus Dokumentationen über Grönland und Alaska kennt, nur etwas kleinerer Maßstab. Der Übernachtungsplatz etwas zurück an der Piste ist großartig, eine steinige weite Ebene, in Hintergrund der Vulkan Katla mit dem Gletscher Myrdalsjökull, auf der anderen Seite das Meer. Trotz bester Vorhersagen wieder keine Nordlichter zu sehen. Dafür zum Sonnenaufgang rosa Licht auf den Gletschern.

2015 - Island 2

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