Startseite > mobile Stromversorgung > Stromversorgung mit Solarpanel auf Trekkingreise

Stromversorgung mit Solarpanel auf Trekkingreise

Zuletzt habe ich Anfang 2010 von meiner Ausrüstung zur mobilen Stromversorgung berichtet. Die dort beschriebene Ausstattung mit einem 5W-Solarpanel habe ich danach nicht oft benutzt, richtig ernsthaft auf Reisen erst wieder Ende 2014 auf einer Reise in Äthiopien. Dort habe ich dann die Erfahrung machen müssen, daß das 5W-Solarpanel bei wechselnder Bewölkung nicht genug Strom lieferte, um mein GPS-Gerät (Twonav Evadeo) zu versorgen, geschweige denn es unterwegs aufzuladen. In den Lagerplätzen war das GPS dann zwar abgeschaltet und wäre eher aufzuladen gewesen, aber aufgrund des tiefen Sonnenstands am späten Nachmittag hat da dann die Stromausbeute des Solarpanels auch nicht weit gereicht. Nun denn – auf dieser Reise konnte ich mich so einigermaßen durchmogeln, da die Trekking-Etappen fern aller Stromversorgung jeweils nur 4 Tage dauerten.

Für Frühjahr 2017 planten wir dann eine 11-tägige Trekkingtour nach Bhutan, und dafür musste ich mir dann etwas leistungsfähigeres beschaffen. Im folgenden beschreibe ich die einzelnen Komponenten, die mich auf der Reise 100% zufriedengestellt haben.

  1. Als Solarpanel habe ich mir ein POWERILLEX 21W Solarladegerät mit 2 USB besorgt. Es ist ausgesprochen robust, u.a. Dank der Beschichtung mit ETFE, passt zusammengefaltet problemlos im Rucksack ins Fach an der Rückseite, lässt sich mit Karabinern einfach außen am Rucksack befestigen (siehe hier oder hier) oder am Lager einfach am Boden auslegen oder aufstellen. Mit seinen 21W maximaler Ausgangsleistung ist es deutlich stärker als mein altes 5W-Panel, darüber hinaus liefert es auch bei schlechter Beleuchtung noch Strom. Dieses Foto zeigt das Panel hinter dem Fenster der Zeltapsis bei Schneeschauer – und es hat noch gearbeitet!
    Falls während manchen Etappen ein Endgerät bereits tagsüber neuen Strom brauchte, konnte ich dieses zweite Gerät sofort über die zweite USB-Buchse an das Solarpanel anschließen – einfach genial!
  2. Mit dem Solarpanel habe ich unterwegs einen Akku „EasyAcc 9000mAh“ geladen. Dieses robuste Powerpack (gibt es auch unter anderem Markennamen) besitze ich schon mehrere Jahre. Es ist zwar nicht ganz leicht, aber trotzdem dauernder Begleiter in meinem Rucksack, um GPS-Gerät oder Photoapparat oder Handy auf Wanderungen versorgen zu können. Vor allem das GPS hat im Winter gerne mal etwas Nachhilfe gebraucht. Das Powerpack hat extrem niedrigen Kapazitätsverlust bei Nichtgebrauch und hat mich noch nie enttäuscht.
  3. Abends und über Nacht habe ich dann die Endgeräte zum Aufladen an das Powerpack angeschlossen.

Mit dieser Vorgehensweise hatte ich während der ganzen Reise ausreichend Strom für meine Geräte. Die an manchen Tagen verfügbaren Möglichkeiten der Stromversorgung aus dem lokalen 220V-Netz habe ich nie in Anspruch nehmen müssen.  Ein Reserve-Powerpack (konventionelle, weniger robuste Bauweise, aber mit 20000mAh), das ich vollgeladen im Gepäck dabei hatte, musste ich nie für mich selbst benutzen. Allerdings konnte ich Mitreisenden damit helfen 🙂

Übrigens: ich rate stark ab von der Verwendung von Powerpacks mit integriertem Solarpanel. Im Prinzip sicher ein gute Idee, aber die kleinen Solarflächen bieten nie und nimmer ausreichend Strom, um das Ding bei schlechter Beleuchtung in angemessener Zeit wieder zu laden! Ich habe gerade an einem beliebigen Beispiel nach der Ausgangsleistung gesucht: 1,8W – dass ich nicht lache…

Advertisements
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: