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Besuch von Andreas und Brigitte in St.Apollinaire

Mitte August kamen Andreas und Brigitte für eine Woche zu uns – wir hatten uns schon lange auf diesen ersten Besuch eines Mitglieds der Fischer-Familie gefreut.

Gleich am Ankunftsabend machten wir nach dem Abendessen von unserem Haus aus einen Spaziergang zu dem oberhalb des Dorfes gelegenen Lac St.Apollinaire und wanderten dann auf einem anderen Weg zurück zum Haus. Ich hatte mich allerdings bei der Wahl des Rückwegs leicht geirrt und so waren wir doch etwas länger und steiler unterwegs, als ich eigentlich vorhatte. Letztendlich kamen wir bei Mondschein zu Hause an, aber die Wanderung wurde von den Besuchern offensichtlich genossen und für mich war es der erste Hinweis, dass die Beiden gut zu Fuß und “belastbar” sind.

So verwarfen Renate und ich unsere vorbereiteten Vorschläge mit den leichten “Senioren-Wanderungen” und führten Andreas und Brigitte jeden Tag in eine andere Ecke unserer herrlichen Gegend, um dort ausgiebige Wanderungen mit bis zu 800m Höhenunterschied zu machen. Teilweise kannten wir selbst bisher nur die jeweilige Gegend, aber noch nicht die konkrete Tour, so dass auch für uns die Spannung des Neuen immer gegeben war. Vor oder nach der Tour ergab sich oft noch die Gelegenheit zu “normalen” Besichtigungen (historischer Tanz “Bacchu-Ber” in Briancon, Bauern-Markt und Kirche in Embrun, Abbaye du Boscodon, Spaziergang durch das Dorf St.Apollinaire).

Hier nun ein kleines Tourenbuch mit den Bildern und Filmen dieser Tage:

  • Am ersten Tag machten wir den weitesten Ausflug und fuhren an Briançon vorbei Richtung Col du Lautaret um dann bald eine bemerkenswerte Bergstrasse hinauf auf den Col du Granon (2404m) zu fahren. Kurz unterhalb des Passes begannen wir eine aussichtsreiche Höhenwanderung und genossen die Ausblicke auf die gegenüberliegenden Berge des Nationalparks “Barre des Écrins”.
    Am Nachmittag waren wir dann in Briançon, um dort im Stadtteil Pont de Cervières die Aufführung des historischen Tanzes “Bacchu-Ber” zu erleben. Danach folgte noch ein Rundgang durch die wirklich sehenswerte Altstadt von Briançon. Album anzeigen
  • Der zweite Tag führte in das Tal des Rabioux bei Châteauroux-les-Alpes. Ein schmales Bergsträßchen führte fast bis zur “Cascade de la Pisse” (es gibt viele Wasserfälle dieses schönen Namens hier…), von wo wir weiter hinein wanderten in das Tal. Auf einer Forstrasse ging es vorbei an einer bewirtschafteten Hütte in den Bergwald und dann bald auf einem Steig recht steil hinauf – es war gut, diese anstrengende Strecke wenigstens im schattigen Wald zu gehen! Zwischendurch ein paar Schnaufpausen und dann erreichten wir das weite Hochtal des Vallon du Tissap (ca. 2000m), wo wir die Brotzeit und die Ausblicke genossen. Auf dem Abstieg konnte ich es mir nicht verkneifen, Brigittes bewundernswerte Trittsicherheit im Film zu dokumentieren – siehe unten.
    Album anzeigen 
    Cascade de la Pisse
    Im Vallon Tissap unterwegs
    Bacchu-Ber Briancon 2011
  • Am dritten Tag wurde Brigitte eine Pause gegönnt nach der langen und steilen Bergtour am Vortag. Auf Andreas’ Vorschlag suchten wir (Andreas, Renate und ich) uns einen Gipfel als Ziel, und zwar den Piolit (2464m) – ein schöner Aussichtsberg ganz in der Nähe. Die Anfahrt ging über kleine Landstraßen und dann auf rauher Forststraße zum Ausgangspunkt. Von dort führte der schmale Pfad in angenehmer Steigung mit vielen Serpentinen den Hand hinauf, zuerst im lichten Bergwald, dann durch steile Almweiden, in denen noch viele Bergblumen blühten – erstaunlich für den Hochsommer. Oben am Gipfel konnten wir ganz kurz die Aussicht Panorama anzeigen ganz für uns geniessen und dann kam eine große Wanderer-Gruppe und es war aus mit der Stille – schade! Eigentlich ist es ein großes Plus in den hiesigen Bergen, dass man meist nahezu allein unterwegs ist und die Natur ganz ungestört genießen kann.
    Wieder zu Hause tauschten wir uns mit Brigitte aus, die derweil Spaziergänge im Umfeld des Hauses gemacht hatte, und entspannten alle ein wenig – jeder auf seine Weise. Abends gingen wir dann gemeinsam Essen und später um 22 Uhr genossen wir vom Balkon aus noch ein Feuerwerk, das im Ort Savine-le-Lac unterhalb von uns am See Lac-Serre-Ponçon abgebrannt wurde – mit einem Glas perlender “Clairette de Die” in der Hand ein schöner Abschluss meines Geburtstags! Album anzeigen
  • Am vierten Tag fuhren wir in das benachbarte Tal der Ubaye und dort in ein Seitental mit der ehemaligen Abbaye du Laverq. In diesem sehr stillen Tal wanderten wir in angenehmer Steigung hinauf in ein Hochtal mit den Hochmoor-Seen “Les Eaux Tortes” (ca. 2250m). Dort machten wir auf einem großen Felsen ausgiebig Brotzeit im Schatten eines Baumes und genossen die große alpine Landschaft.
    Leider gibt es von dieser Tour keine Bilder – ich hatte vergessen, den Akku meiner Kamera zu laden 😦
  • Den fünften Tag verbrachten wir auf der anderen Talseite beim Dorf Crots. Im Bergwald oberhalb des Dorfs ging es wieder durch lichten Bergwald, mal mehr, mal weniger steil. Wie allgemein hier in diesen Bergwäldern ergab sich auch aus dem Wald heraus immer wieder ein Ausblick in die Landschaft – ein Vorteil der lichten Waldstruktur. An einem (auch mit Auto über Forststraße erreichbaren) Picknickplatz machten wir eine kleine Pause und beobachteten dabei eine größere Gruppe sonntäglicher Franzosen, die hier im Halbschatten großes Picknick mit vielen(!) Getränken aufgebaut hatten und sich offensichtlich darauf eingerichtet hatten, so den Großteil des Sonntag zu verbringen. Von diesem Platz aus gings wieder in weiten Serpentinen durch den Wald, bis wir endlich ins Freie kamen und auch schon die “Crête du Lauzet” (2350m) erreicht hatten – ein sanfter Höhenrücken mit wunderbarem Ausblick auf das”Embrunais”, d.h. die Landschaft um Embrun sowie in die weiter entfernten hohen Berge.
    Von dieser Tour gibt es nur wenig Bilder – der lange Weg durch den Wald war nicht so spektakulär, wenn auch die Wanderung insgesamt, vor allem die Aussicht von der Crête für alle wieder ein Genuss war.Album anzeigen

Diese Woche mit Andreas und Brigitte ging sehr schnell vorbei, wir verstanden uns bestens und viele Ideen zu Unternehmungen wurden mit der Floskel “beim nächsten Mal” zurückgestellt – wir freuen uns jetzt schon auf dieses “nächste Mal” 🙂

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Kategorien:Berge, Gäste, zu Hause
  1. Bettina
    8. Oktober 2011 um 22:27

    Lieber Johannes, eine gute detaillierte Beschreibung. Sich auf sie einzulassen ist eine Entscheidung. Die Bilder sind sehr prachtvoll, reizend die kleinen Filme.Man kriegt einen guten Eindruck dieser Zeit von euch. Das Panoramabild is ja wohl irre. Was kann die Technik heute alles. ber Du bist zum Glück ja auch nicht “ auf den Kopf gefallen “
    Herzliche Grüße auch an Renate.
    Bettina

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