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Doppelbesuch bei uns in Saint Apollinaire

Nach unserem Umzug nach Frankreich und nach Monaten der Ruhe im Blog will ich mal wieder einen kleinen Bericht schreiben. Anlass hierfür ist der Besuch von lieben Freunden aus Deutschland bei uns in Saint Apollinaire.

Wenn diese kleine Erzählung als Appetitmacher für kommende Besucher wirkt, hat sie ihren Zweck erfüllt 🙂

Planung

Bereits im Dezember 2010, als ich unseren Umzug nach Frankreich ankündigte, hatte Thomas (er war über 20 Jahre lang mein Bass-Nachbar im Lassus-Chor) seinen Besuch “angedroht”. Im Frühjahr 2011 wurde dann genauer geplant und es passte hervorragend, dass Sepp (ebenfalls aus dem Lassus-Chor) einen Motorrad-Urlaub im Engadin plante und dass Thomas’ Sohn Flo(-rian) einen längeren Urlaub in Südfrankreich vorhatte. So entstand der Plan, dass Thomas sich mit dem Motorrad im Engadin mit Sepp trifft und die beiden dann während zwei genüsslichen Alpenpass-Tagen zu uns nach Saint Apollinaire fahren, um ein paar Tage hier zu verbringen. Zum selben Termin sollte dann Flo – auch mit dem Motorrad – quasi auf der Heimreise auch hier Halt machen, um dann gemeinsam mit “Papa” und Sepp heimzufahren.

Ebenfalls im Frühjahr entschloss sich unsere Tierärztin aus Holzkirchen, ebenfalls auf der Heimreise von einem Südfrankreich-Urlaub gemeinsam mit Mann und zwei Hunden bei uns einen Stopp einzulegen. Wegen der Hunde wollten sie unser Angebot zur Übernachtung im Gästezimmer nicht annehmen, sondern ins Hotel “Les Sources” in Savines-le-Lac gehen. So war es denn auch überhaupt kein Problem, dass letztendlich beide Besuche in derselben Woche stattfanden.

Montag – Ankunft

Flo war der erste, der am Montag Nachmittag bei uns ankam – er hatte ja auch nur etwa 100km zu fahren von dem Campingplatz, auf dem er während ein paar Wochen mitgearbeitet hatte. Er half uns gleich beim Vorbereiten des Grills für den Abend und als sowohl der Grill die richtige Temperatur hatte und alle Speisen vorbereitet waren, begann sich bei uns auch der Hunger zu melden und wir dachten “nun dürften Thomas und Sepp aber langsam kommen!” – und da kamen sie auch schon – perfektes Timing! Es folgte eine kurze Hausbesichtigung und dann ausgiebiges Tafeln und Ratschen auf der Terrasse bei traumhaftem Wetter und Blick auf “unsere” Berge. Der nächste Morgen begann mit ausgedehntem Frühstück auf sonniger Terrasse, womit die “Ankunft” der Besucher ihren Abschluss fand.

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Dienstag – Pässe-Rundtour mit den Motorrädern

Die Wettervorhersage für die Woche war nicht sooo berauschend, aber für den Dienstag war bestes Wetter angekündigt. So stand für uns Motorradfahrer eine ausgiebige Pässe-Rundfahrt auf dem Programm, auch wenn Thomas und Sepp noch etwas müde waren von der Anreise – das gute Wetter musste genutzt werden! Renate wollte bei diesem langen Motorrad-Tag mit viel Fahrerei in der Gruppe nicht dabei sein und so brachen nur wir “Männer” nach dem Frühstück mit unseren vier Maschinen auf.

Es ging erst mal über eine aussichtsreiche Bergstraße nach Embrun, dann auf reizvoller Nebenstrecke via St.André d’Embrun  mit schönen Blicken ins Tal der Durance nach Guillestre und von dort auf den Col de Vars. Kurz nach Guillestre gab es einen Stopp um den fantastischen Blick auf die südlichsten 4-Tausender der Alpen zu genießen – den Pelvoux und die Barre d’Ecrins. Oben am Pass genehmigten wir uns einen kleiner Imbiss, umgeben von schönen Bergen – und unglaublich vielen Motorradfahrern vor allem aus Deutschland, Österreich, Schweiz, alle unterwegs zum “Pässe sammeln” auf der “Route des Grandes Alpes”.

Nächste Etappe war der Col de la Bonnette, auch für mich bisher noch unbekannt. Es war geradezu berauschend, auf dieser herrlichen Strecke zu fahren – traumhafte Landschaft, schön schwingende Streckenführung mit wenigen Haarnadelkurven, wenig Verkehr – einfach zauberhaft!  Oben am Pass fuhr ich ohne zu zögern gleich weiter auf die Ringstraße um die Cime de la Bonnette, Thomas gleich hinter mir. Sepp und Flo allerdings waren plötzlich nicht da und wir wunderten uns schon, begannen uns leicht zu sorgen. Schließlich kamen sie und klärten uns auf: die Strecke auf die Cime ist eigentlich gesperrt (das Verkehrszeichen hatte ich gleich großzügig übersehen…) und sie wollten abwarten, ob wir nach Zahlung eines Strafzettels gleich wieder runterkämen… Nun – es war kein Polizist zu sehen und wir genossen gemeinsam das großartige Panorama. Panorama anzeigen Erst als wir nach ausgiebiger Pause wieder den Pass zurückfuhren, kam uns die Gendarmerie entgegen, wohl um oben mal wieder abzukassieren – Glück gehabt!

Wieder unten bei Barcelonnette im Tal der Ubaye war es drückend heiß und so freuten wir uns auf kühleres Klima auf dem nächsten Paß – dem Col de la Cayolle. Ich war die Strecke bereits mit dem Auto gefahren und freute mich auf die landschaftlich enorm reizvolle Fahrt. Allerdings hatten die anderen nicht soo viel Freude auf der etwas rauen Straße – auf deren Tourer-Maschinen war das nicht so angenehm zu fahren wie für mich auf meiner Honda Transalp.

Nach ausgiebiger Pause am Pass mit kleinem Spaziergang brachen wir wieder auf, um die Paßstrecke des Col da la Cayolle wieder zurück und durch das Tal der Ubaye heim zu fahren. In Sauze-le-Lac machten wir noch eine kleine Pause am “Belvédère”, von dem aus man einen prächtigen Überblick auf den Lac Serre Ponçon hat.

Als wir dann heimkamen, waren wir Renate dankbar, dass sie bereits wieder den Terrassentisch reichhaltig gedeckt hatte – wir hatten seit dem Imbiss am Col de Vars nichts gegessen und entsprechend großen Hunger!
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Mittwoch – Regenwetter

Wie schon von der Wettervorhersage angekündigt, war der Mittwoch reichlich verregnet – was waren wir froh, dass wir gestern bereits die Pässe-Runde genossen hatten! Morgens rief Birgit Warmbold aus dem Hotel in Savines-le-Lac an und wir luden sie zum ausgiebigen Frühstück bei uns ein – das passende Programm für dieses Wetter. Der Tag verging mit Plaudern, lesen und Bilder ansehen. Zwischendurch hellte sich der Himmel auf und wir machten einen ausgiebigen Spaziergang vom Haus aus zum Lac St.Apollinaire und durch den Bergwald zurück. Nachmittags verabschiedeten sich die Warmbolds zum bereits reservierten Abendessen und wir gingen mit Thomas, Sepp und Flo in Savines zum Essen, das wir schon wieder bei Sonnenschein auf der Restaurant-Terrasse genießen konnten.

Donnerstag – Besichtigungen

Das Wetter war auch heute nicht richtig gut und lud nicht zum Motorradfahren oder Wandern ein. So brach ich mit Thomas, Sepp und Flo im Auto auf, um ihnen die Orte der näheren Umgebung zu zeigen. Zuerst in Embrun die Besichtigung der wirklich bemerkenswerten Kathedrale, dann die Abbaye du Boscodon sowie in Gap die Altstadt und die dortige Kathedrale. Nach einem sehr gemütlichen Bierchen in der Altstadt folgte noch eine kurven- und aussichtsreiche Heimfahrt über den Col de Bayard und den Col de Manse. Der Abend wurde dann wieder auf der Terrasse verbracht bei Brot, Käse, Salat, Wein etc. etc.Album anzeigen

Freitag – Abreise

Das Wetter war wieder prächtig und die Motorradfahrer brachen morgens wohlgemut auf, um sich wieder auf die mehrtägige Heimfahrt über jede Menge reizvolle Alpenpässe zu machen.

Abfahrt der Besucher

Renate und ich trafen uns danach mit Birgit und Familie noch zu einer Wanderung auf den Morgon, den Berg den wir von unserem Haus aus Tag für Tag imposant auf der anderen Talseite sehen. Wir genossen gemeinsam den Tag in der Natur, zusammen mit den Hunden und vielen Schafen, die oben auf der Weide waren.

Und als schließlich auch Birgit mit Mann und Hunden wieder abgereist war, mussten wir uns tatsächlich wieder umstellen – unser Haus war nicht mehr so vom Leben vieler Personen erfüllt. Wir hatten den lebhaften, ereignisreichen Besuch sehr genossen und unser Haus hatte sich gut bewährt zur Beherbergung mehrerer Gäste.

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Kategorien:Gäste
  1. Flo
    18. Juli 2011 um 11:13

    Vielen Dank für die super schönen Tage bei euch und diesen tollen Bericht hier!
    Gruaß aus München
    Flo

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