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Ein paar Bergtouren im Großglockner-Gebiet

Vergangene Woche waren wir bei guter Wettervorhersage kurz entschlossen aufgebrochen, um im Großglocknergebiet ein paar Bergtouren zu machen. Über die Großglockner-Hochalpenstraße ging es erst durch Wolken hinauf, wobei unser Optimismus gut geprüft wurde… Nach dem Tunnel am Hochtor dann die Erleichterung – Sonne!

Wir fuhren gleich hinab nach Heiligenblut, wo wir uns im Ponholzer-Hof angemeldet hatten. Ein gemütliches Zimmer mit Blick auf den Großglockner und umlaufendem Balkon – mehr brauchen wir nicht! Das Frühstück war dann auch gut und wir konnten es sogar in der Morgensonne draußen genießen – herrlich!

Am Ankunfts-Nachmittag machten wir gleich einen längeren Spaziergang vorbei am Gössnitzfall hinauf zur Bricciuskapelle. Damit waren wir “mental” angekommen.

Der nächste Tag brachte uns vom Gasthaus “Alter Pocher” über dem Zirmsee auf den Hohen Sonnblick. Diese Tour war großartig und im Rückblick bereits das “Sahnestück” der Woche. Wir waren im Aufstieg nahezu allein, freuten uns an den vielen Blumen und am romantischen Zirmsee in der Stein-Einsamkeit. Der Weiterweg zum Hohen Sonnblick ging bei super Wegführung ohne Probleme und auch die Schneefelder waren keinerlei Problem. Das letzte große Schneefeld allerdings “zog sich” etwas – 45 Minuten stapfen! Das Zittelhaus auf dem Gipfel des Hohen Sonnblick ist eine schöne große Hütte, allerdings ist die benachbarte Wetterstation keine Zierde des Gipfels… Von der Terrasse des Zittelhaus genossen wir lange den Rundblick und machten uns dann an den Rückweg. Dafür wählten wir nicht den direkten Abstieg, sondern nahmen wieder die Route über den Zirmsee, weil wir den schönen Weg nochmals genießen wollten.

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Am folgenden Tag machten wir uns vom Glocknerhaus aus auf den Weg zur Salmhütte. Da wir dort noch viel Zeit hatten, gingen wir weiter Richtung Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe), bis der Weg uns kurz vor dem Aufschwung zur Scharte zu heikel wurde – da wir ja nicht zum Erzherzog-Johann-Hütte wollten, gab es keinen Grund, uns dort weiter zu mühen. Aber der Weg so nah an den Großglockner heran hat sich sehr gelohnt: großartige hochalpine Landschaft, die sehr stark kontrastiert mit der blumenreichen Almlandschaft auf dem Weg zur Salmhütte. Auf dem Rückweg ballten sich die Wolken und entfernt hörte man Donnergrollen. Schließlich erwischte uns dann im Abstieg von der Stockerscharte tatsächlich noch ein kräftiger Schauer.

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Die nächste Tour ging vom Kaiser-Franz-Josef-Haus über den Gamsgrubenweg und dann weiter über das sommerlich-matschige Wasserfallwinkelkees zur Oberwalder Hütte. Der Gamsgrubenweg beginnt mit sechs(!) Tunneln, für die man ca. 20 Minuten braucht, erst dann ist man wieder auf Dauer im Freien und in der warmen Sonne. Die Tunnel sind von einer “Designerin” mit diversen Multimedia-Ereignissen versehen worden – sehr überflüssig! In der klammen Kälte der Tunnel wird sich kaum einer die Zeit nehmen, die Texte zu lesen.

Der eigentliche Gamsgrubenweg war dann wieder hübsch und die Blicke auf die Großglocknergruppe waren fantastisch. Der breite Weg ging dann über in einen eher Berg-mäßigen Steig und schließlich über bestens markierten Gletscherschliff über das sommerlich-matschige Wasserfallwinkelkees zur Oberwalder Hütte. Die Hütte ist prachtvoll und groß, aber wir hatten unsere reichhaltige Brotzeit dabei und gingen ohne Pause weiter in die Höhe, bis wir bei ca. 3100m an den Rand des Gletschers kamen.
Hier machten wir ausgiebig Mittagspause und genossen die Stille und den unglaublichen Rundblick Panorama ansehen rundum.
Hier vor den Fotos noch ein Filmchen vom Schmelzwasser auf dem  Wasserfallwinkelkees mit schönem Blick auf die Glocknergruppe.

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Für den folgenden Tag war Wetterumschwung angekündigt und wir planten am Nachmittag heimzufahren. Wir verabschiedeten uns in Heiligenblut von der Wirtin und brachen erst mal auf zu einer kleineren Tour, für die das Wetter noch reichen sollte. Vom Sadnighaus wanderten wir über die überaus blumenreichen Almen zum Stellkopf. Von dort freute ich mich, den Hohen Sonnblick zu sehen, den wir an unserer ersten Tour so schön erlebten. Ausgiebigen Gipfelaufenthalt gab es aber nicht, denn die dunklen Wolken zogen bereits über die Glocknergruppe herauf und wir machten uns zügig auf den Abstieg, um bei der drohenden Gewittergefahr aus dem exponierten hohen Gelände herauszukommen. Kurz vor dem Sadnighaus erwischte uns ein Schauer, aber an der Hütte angekommen war es schon wieder trocken und wir konnten ein sehr angenehmes Essen auf der Terrasse genießen 🙂

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Fazit:

Wir hatten uns noch länger gutes Wetter erhofft, aber was soll’s – die paar Tage waren voll schöner Eindrücke, was will man mehr!

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