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Ein Wochenende Westernreiten auf dem Goodhill-Hof in Eging am See

Beim Stöbern im Internet fiel Renate ein Angebot des Goodhill-Reiterhofs auf, in dem ein Wochenende mit 2mal Übernachtung und Frühstück sowie 2mal je eine Stunde Reitunterricht und 2 Stunden Ausritt angeboten wurde plus einmal Eintritt in die Therme von Eging – alles für knapp 100€ pro Person!

Dies war Anstoß für uns, den ersten Reitausflug dieser Art zu unternehmen. Ausgerüstet mit warmer Kleidung fuhren wir im knackig kalten Februar 2010 nach Eging am See, fanden nach einigem Suchen den Reiterhof und wurden dort von Elisabeth (“Lissy”) und Daniel freundlich empfangen. Den Abend verbrachten wir gleich in der Therme, die wir sehr genossen. Hungrig vom Baden gingen wir in die lokale Pizzeria und staunten über die kaum zu bewältigenden Portionen.

Der nächste Morgen begann mit Pferde-Pflege und Unterricht. Da der Reiterhof über keinen Reitplatz im herkömmlichen Sinn verfügt, wurde im Kreis um eines der Hofgebäude geritten – keine schlechte Alternative. Vor dem Beginn des Unterrichts war es allerdings noch notwendig, die Reitstrecke an den Engstellen vom hohen Schnee zu befreien und die am schlimmsten vereisten Stellen mit Holzspänen zu bedecken. Wir halfen hierbei gerne mit und so wurde uns auch gleich warm 🙂 Der Rundkurs ging leicht auf und ab und bot bei dem teilweise vereisten Untergrund Gelegenheiten, Erfahrung zu sammeln. Am Ende der Stunde fühlten wir uns wohl in der hier angebotenen Western-Reitweise und hatten unsere Pferde kennengelernt.

Anschließend ging es nach kurzer Aufwärm-Pause gleich los zum Ausritt, bei dem uns Franzi als Führerin vorausritt. Durch tief verschneiten Wald, auf schmalen Pfaden entlang eines idylischen Bächleins, über freie Lichtungen mit Blick in die Ferne (soweit das trübe Wetter das erlaubte) ging es bergauf und bergab bis wir pünktlich den Rundkurs wieder am Hof beendeten. Der folgende Austausch mit Lissy und Daniel in der Küche bei viel heißem Kakao war hochwillkommen, denn die Kälte war auf die Dauer doch bis in die Knochen durchgedrungen! Um die Mittagszeit besserte sich dann sogar das Wetter und wir konnten schließlich bei strahlender Sonne einen schönen Winter-Spaziergang im weiteren Umfeld des Eginger See machen. Abends dann noch eine Einkehr im Eginger Gasthof (wow – was für Portionen!) und dann waren wir wirklich müde!

Der letzte Tag begann wieder mit einer Stunde Unterricht, wobei es diesmal u.a. galt, kleine Hindernisse (auf dem Boden liegende Stangen) zu überwinden sowie genau in “Parklücken” zu rangieren und dann rückwärts(!) wieder herauszureiten. Mein Pferd war insbesondere bei dem Spiel mit der Hindernis-Stange nicht so begeistert und ich hatte Gelegenheit, mein Durchsetzungs-Vermögen zu trainieren 🙂

Der folgende Ausritt ging dann – lustiger Zufall – auch an den Eginger See, teilweise denselben Weg, den wir gestern zu Fuß spaziert waren. Vom See ging es dann durch den Wald den Hang hinauf und im bissigen kalten Wind übers freie Feld. Die Pferde leisteten hier Erstaunliches, denn es ging durch unverspurten, hohen Schnee. Wir waren sehr beeindruckt, wie die Tiere hier sich durcharbeiteten! Zum Ende des Ausritts waren wir sehr zufrieden, aber auch dankbar für die warme Küche mit heißer Schokolade…

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  1. conni saalbach
    7. Juli 2011 um 11:18

    Den Reiterhof Good Hill in Eging kann ich nicht empfehlen. Reiten rund um die Scheune, zentimeter vorbei an verrostetem Baustahl ist nicht angenehm. Auch daß einen der Lehrer erst wieder sieht wenn man an der Scheune vorbei, in sein Sichtfeld kommt, ist für Anfänger nicht sehr vertraueneinflößend. Selbst der Rundweg im Wald ist nicht soooo wahnsinnig toll, weil ein großer Teil davon auf Straßen entlangführt. Diese sind zwar klein und nicht sehr befahren. Aber bei unserem Ausflug kam von hinten ein riesiger Bau-LKW, und promt ging ein Pferd durch auf dieser sooo ungefährlichen Strecke. Für geübte Reiter sicher kein Problem. Für Anfänger ein Alptraum.
    Fazit: Nie wieder !!!

    • Jo
      7. Juli 2011 um 12:18

      Ok, Goodhill ist nicht für blutige Anfänger geeignet, habe ich aber auch nicht so beschrieben. Der Rundkurs um die Scheune ist – na ja – suboptimal und für einen Anfängerkurs wirklich nicht geeignet. Im Winter (als wir dort waren) war dieser Rundkurs besonders „reizvoll“, weil er teilweise vereist war und die Pferde das auch nicht so mochten…

      Als wir dort waren, hatten wir bereits einige Monate Reitunterricht im klassischen „englischen“ Stil hinter uns und somit zumindest etwas Erfahrung. Für uns war der Hauptzweck unseres Besuches dort, das Westernreiten kennenzulernen und Ausritte zu unternehmen. Da war es für uns die Kombinaton von Kurs und folgendem Ausritt genau passend, um erst diesen Reitstil und die Pferde in kleinen Lerneinheiten kennenzulernen, um dann den Ausritt zu machen. Für uns hat alles gut gepasst und der Ausritt bei klirrender Kälte im Tiefschnee war eine neue und tolle Erfahrung für uns. Auto-Verkehr auf den kleinen Strassen spielte damals kaum eine Rolle. Und wenn man bereits etwas mehr Sicherheit hat, strahlt das auch aufs Pferd aus und es scheut nicht gleich bei einem Auto. Für Anfänger ist das natürlich etwas schwierig.

      Also – ich kann Deine Erfahrung zwar verstehen, aber Dein Fazit „nie wieder“ kann ich nicht stehenlassen. Du sagst ja selbst, dass es für geübtere Reiter kein Problem ist, das Fazit sollte also heißen „erstmal Reiten lernen und dann auf Goodhill neue und interessante Erfahrungen sammeln“.
      Viele Grüße,
      Jo

  2. Sandra Wagner
    3. Dezember 2011 um 13:33

    Hallo liebe Reitfreunde! Hier wollte ich nur anmerken, dass auch wir, diesen Sommer, auf dem Goodhill Reiterhof waren. Uns hat es gut gefallen alle waren sehr freundlich und zuvorkommend. Einen Rundkurs haben wir nicht vorgefunden… wir bekamen unsere Reitstunden auf dem Reitplatz, und dieser war sehr schön angelegt. Viel Granitstein, schöner Holzzaun und inirekte Beleuchtung… sah abends echt toll aus!
    Unsere Reitkünste waren zu dem Zeitpunkt auch nicht der Brecher, allerdings hat dies auch meinem Mann sehr gefallen, und seit dem nehmen wir wöchentlich Unterricht bei uns zu Hause. Wir werden im Frühjahr wieder hinfahren 😉
    LG Sandra

  3. Maja
    26. Januar 2012 um 09:51

    Also super, ich muss sagen, die drei Tage haben echt Spass gemacht. Dabei wollte ich eigentlich nur mal wieder mein schon lange verschollenes reiterliches Können etwas aufmöbeln, aber dass ich dabei auf so viele nette Menschen stoße hätte ich nicht gedacht!
    Allerdings war ich nicht in Eging sondern in Freyung auf der neuen Reitanlage des Hofes.
    Sie wurde vor kurzem erst in Betrieb genommen. Fotos zeigen wie es dort vor den Renovierungsarbeiten aussah… aber jetzt? SUPER! Man sieht in jeder Ecke wie viel Mühe dort hineingesteckt worden ist. Eine Super Anlage wie ich finde. Reithalle, riesen Reitplatz, super gemütlicher Saloon, das geilste ist die Licht und Ton Anlage in der Reithalle, habe ich noch nie gesehen. Da ich in meiner Freizeit als CJ´ne arbeite, fand ich das super! Das Zimmer was ich hatte war auch Toll, Terassentür… gut bei so viel schnee kaum zu nutzen, lach. Aber großes Zimmer, riesen Flachbildschrim, viel licht. Frühstück war lecker.
    Ich durfte meine reiterlichen Rückstände mit Ringo aufpolieren. Ein tolles Pony. Verschmust und hat sauviel Lust auf seinen Job, respekt. Da kommt der Araber durch 😉
    Allso alles in Allem, toller Urlaub, dafür alle Sterne!
    Auch einen lieben, lieben Gruß an das Team; Jo, Sonja, Lizzy und Daniel… danke für alles!
    Maja

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