Herzlich willkommen!

Diese Website wurde mit dem Ziel aufgebaut, unsere Reiseberichte zu veröffentlichen.

Daneben dient das Blog (die gerade angezeigte Seite) dazu, Beiträge allgemeiner Art bereitzustellen. Die rechts angezeigten Blog-Kategorien geben einen Überblick über die Art der Beiträge.

Bitte benutzt die Möglichkeit Kommentare abzugeben – wir freuen uns über jede Rückmeldung!

Chers amis français – je vous propose de mieux lire ma site française: https://jofischer05.wordpress.com/.

Viel Spaß beim Lesen wünschen
Johannes und Renate

Kategorien:Redaktionelles

Wetterleuchten über den Bergen

Niedrigwasser (-43,9m) Lac de Serre-Ponçon

11. März 2018 2 Kommentare
Kategorien:Naturbeobachtung

Datensicherung von Photos auf Reisen

Auf unserer Reise nach Bhutan im Frühjahr 2017 waren wir mit 2 Kameras und einem Mobiltelefon unterwegs und bei der Vorbereitung machte ich mir erstmals Gedanken darüber, wie ich mich vor Datenverlust der Photos schützen könnte. Mir war das Thema schon lange bewusst, da mir auf der Reise in den Oman ein Chip zerstört wurde.

Nach einigem Suchen fand ich zwei kleine und leichte Geräte, mit denen ich die tägliche Datensicherung durchführen konnte:

  1. Ein kleiner OTG-Adapter und Kartenleser, mit dem ich sowohl USB-Geräte als auch übliche Speicherkarten an mein Android-Telefon anschließen kann. (Leider kann man nicht zwischen dem angeschlossenen USB-Gerät und einer Speicherkarte kopieren.)
  2. Ein SSD-Speicher mit 240GB Kapazität. Als SSD-Speicher ohne bewegliche Teile ist dieses Gerät m.E. ideal zur Datensicherung auf Reisen.

Die abendliche Datensicherung lief dann für jede Kamera in jeweils mehreren Schritten ab:

  1. Speicherkarte der Kamera via OTG-Adapter ans Handy anschließen.
  2. Die zu sichernden Dateien von der Speicherkarte auf einen temporären Ordner im Handy kopieren.
  3. Dieselben Daten innerhalb der Speicherkarte in einen anderen Ordner (z.B. „gesicherte Files“) verschieben. Damit sind bei der nächsten Sicherung die neuen, noch nicht gesicherten Daten ohne Weiteres im Standard-Ordner der Kamera zu finden, eine unnötige Mehrfachsicherung ist ausgeschlossen.
  4. Speicherkarte via Android auswerfen.
  5. SSD-Speicher via OTG-Adapter ans Handy anschließen.
  6. Die gerade in den temporären Ordner des Handy kopierten Dateien auf die SSD verschieben.
  7. SSD via Android auswerfen.

Das scheint auf den ersten Blick etwas kompliziert, ist aber im Ablauf einfach und war mir eine tägliche, beruhigende Routine. Auch unsere mitreisende Freundin hat mir gerne alle paar Tage mal ihren Speicherchip zur Sicherung anvertraut.

Kategorien:Kameras Schlagwörter: , ,

Stromversorgung mit Solarpanel auf Trekkingreise

Zuletzt habe ich Anfang 2010 von meiner Ausrüstung zur mobilen Stromversorgung berichtet. Die dort beschriebene Ausstattung mit einem 5W-Solarpanel habe ich danach nicht oft benutzt, richtig ernsthaft auf Reisen erst wieder Ende 2014 auf einer Reise in Äthiopien. Dort habe ich dann die Erfahrung machen müssen, daß das 5W-Solarpanel bei wechselnder Bewölkung nicht genug Strom lieferte, um mein GPS-Gerät (Twonav Evadeo) zu versorgen, geschweige denn es unterwegs aufzuladen. In den Lagerplätzen war das GPS dann zwar abgeschaltet und wäre eher aufzuladen gewesen, aber aufgrund des tiefen Sonnenstands am späten Nachmittag hat da dann die Stromausbeute des Solarpanels auch nicht weit gereicht. Nun denn – auf dieser Reise konnte ich mich so einigermaßen durchmogeln, da die Trekking-Etappen fern aller Stromversorgung jeweils nur 4 Tage dauerten.

Für Frühjahr 2017 planten wir dann eine 11-tägige Trekkingtour nach Bhutan, und dafür musste ich mir dann etwas leistungsfähigeres beschaffen. Im folgenden beschreibe ich die einzelnen Komponenten, die mich auf der Reise 100% zufriedengestellt haben.

  1. Als Solarpanel habe ich mir ein POWERILLEX 21W Solarladegerät mit 2 USB besorgt. Es ist ausgesprochen robust, u.a. Dank der Beschichtung mit ETFE, passt zusammengefaltet problemlos im Rucksack ins Fach an der Rückseite, lässt sich mit Karabinern einfach außen am Rucksack befestigen (siehe hier oder hier) oder am Lager einfach am Boden auslegen oder aufstellen. Mit seinen 21W maximaler Ausgangsleistung ist es deutlich stärker als mein altes 5W-Panel, darüber hinaus liefert es auch bei schlechter Beleuchtung noch Strom. Dieses Foto zeigt das Panel hinter dem Fenster der Zeltapsis bei Schneeschauer – und es hat noch gearbeitet!
    Falls während manchen Etappen ein Endgerät bereits tagsüber neuen Strom brauchte, konnte ich dieses zweite Gerät sofort über die zweite USB-Buchse an das Solarpanel anschließen – einfach genial!
  2. Mit dem Solarpanel habe ich unterwegs einen Akku „EasyAcc 9000mAh“ geladen. Dieses robuste Powerpack (gibt es auch unter anderem Markennamen) besitze ich schon mehrere Jahre. Es ist zwar nicht ganz leicht, aber trotzdem dauernder Begleiter in meinem Rucksack, um GPS-Gerät oder Photoapparat oder Handy auf Wanderungen versorgen zu können. Vor allem das GPS hat im Winter gerne mal etwas Nachhilfe gebraucht. Das Powerpack hat extrem niedrigen Kapazitätsverlust bei Nichtgebrauch und hat mich noch nie enttäuscht.
  3. Abends und über Nacht habe ich dann die Endgeräte zum Aufladen an das Powerpack angeschlossen.

Mit dieser Vorgehensweise hatte ich während der ganzen Reise ausreichend Strom für meine Geräte. Die an manchen Tagen verfügbaren Möglichkeiten der Stromversorgung aus dem lokalen 220V-Netz habe ich nie in Anspruch nehmen müssen.  Ein Reserve-Powerpack (konventionelle, weniger robuste Bauweise, aber mit 20000mAh), das ich vollgeladen im Gepäck dabei hatte, musste ich nie für mich selbst benutzen. Allerdings konnte ich Mitreisenden damit helfen 🙂

Übrigens: ich rate stark ab von der Verwendung von Powerpacks mit integriertem Solarpanel. Im Prinzip sicher ein gute Idee, aber die kleinen Solarflächen bieten nie und nimmer ausreichend Strom, um das Ding bei schlechter Beleuchtung in angemessener Zeit wieder zu laden! Ich habe gerade an einem beliebigen Beispiel nach der Ausgangsleistung gesucht: 1,8W – dass ich nicht lache…

Erfahrungen mit Schneeschuhen MSR Revo Ascent

6. März 2018 2 Kommentare

Nach vielen Jahren der Erfahrungen mit Schneeschuhen „MSR Lightning Ascent“ (siehe meine Berichte dazu) haben wir 2013 auf Anraten des Distributors auf das Modell „MSR Revo Ascent“ gewechselt.

Erster Einduck:
Die Schneeschuhe sind zwar deutlich lauter, vor allem bei hartem Schnee. Aber man gewöhnt sich dran und nur bei verharschtem Schnee empfinden wir es noch als lästig. Ansonsten bewähren sich die Schneeschuhe nun schon lange sehr gut auf unseren vielen Touren.
Die Traktion ist vergleichbar mit Lightning Ascent, die Konstruktion ist aber deutlich robuster.
Wir haben so gut wie keine Probleme mehr mit Stollenbildung, und wenn doch mal unter den Stiefelabsatz sich ein Klumpen sammelt, ist der mit einer kurzen Kippbewegung (schnell den gehobenen Fuß vorkippen und damit das Schneeschuh-Heck hochschleudern) während des Laufens wieder abgeschleudert. Sehr selten muss ich mit dem Stock mal dranklopfen, um den Schnee loszuwerden. Insgesamt – wie gesagt – sind Stollen kaum noch ein Thema.

Den Modellwechsel bedauern wir nicht, grundsätzlich ist die robustere Konstruktion eine Verbesserung.

Aber leider hatten wir auch mit den MSR Revo Ascent schon wieder Schäden in den vergangenen Jahren:

Zum einen ist die Bindung dieselbe wie beim Lightning Ascent, d.h. die Nieten arbeiten sich im Laufe der Zeit auch durch, vor allem wenn man häufig auf hartem Schnee unterwegs ist, der entsprechend Abrieb verursacht. Ich habe die betroffene Niete dann jeweils mit einer Schraube repariert und erst wenn auch die zweite Niete sich verabschiedete, hab ich das Ding reklamiert und bekam ein Paar Bindungen als Ersatz. Insgesamt passierte das Bei meinen beiden Schneeschuhen einmal (Winter 2016/17) und bei meiner Frau noch gar nicht. Auf den Bildern ist außerdem sichtbar, dass die Frontalzacken der Bindung auch nicht ewig halten – am in Biegerichtung absplitternden Lack ist zu erkennen, wo die Sollbruchstelle ist.

Ein weiteres „originelles“ Schadensbild ist der beginnende Rahmenbruch vorn, vermutlich ausgelöst durch viele und lange Touren im Tiefschnee, bei denen ich die Spur gelegt habe. Bei den Schneeschuhen meiner Frau, die quasi nie die Spur macht, ist das Problem nicht aufgetreten. Beim Spuren im Tiefschnee ist die Front des Schneeschuhs einerseits beim Einsinken aufwärts belastet und anschließend beim Heben des Fußes mit Zug vorwärts durch den tiefen Schnee wiederum abwärts belastet. Das zeigte sich dann so:

Und nach einer – zugegeben – krassen Tour im Februar 2017 erlebte meine Frau an beiden Schneeschuhen einen kompletten Bruch einer Strebe des unteren Rahmens – whow! Ursache war wohl der Aufstieg auf einen Paß mit einer Passage über 30° Steigung, die wir traversieren mussten auf sehr harter, schräger Unterlage. Die Schneeschuhe hatten also eine ziemlich extreme Drehbelastung auszuhalten – keine alltägliche Situation. Das Ergebnis sah dann so aus – die MSR-Materialforschung wird ihre Freude daran gehabt haben:

Und nun die gute Nachricht:
Die aktuelle Saison 2017/2018 haben wir (Mitte Dezember bis heute, 6.3.2018) Touren mit kumuliert 15500 Höhenmetern gemacht – ohne den geringsten Schaden :-)) Die Saison ist noch nicht vorbei und damit’s weiter so hält, wollen wir auf Holz klopfen – nock nock nock…

 

Update zu MSR Schneeschuhen Lightning Ascent

Seit langer Zeit habe ich nicht mehr von meinen Erfahrungen mit den Schneeschuhen berichtet, obwohl es viel zu erzählen gibt. So will ich nun endlich eine Aktualisierung schreiben:

In 2013 musste ich wieder einmal unsere MSR Lightning Ascent reklamieren, diesmal mit neuem Schadensmuster, es hatte sich die Plane der Tragefläche durchgetreten. Das Problem trat auf bei Schnee, der zur Stollenbildung neigt – die Stollen unter dem Stiefel-Absatz drückten von oben auf die Plane, die sich deswegen an der Metallstrebe durchtrat. Auf der Oberseite der Plane löste sich dadurch bald auch noch die Absatzverstärkung auf, was erst recht zu verstärkter Stollenbildung führte – ein Teufelskreis. Hier ein paar Bilder:

Das Schärfste an diesen zwei Paar Schneeschuhen war allerdings, dass die Aufhängung der Tragefläche dabei war, sich durch den Rahmen durchzuarbeiten – ich dachte, ich seh‘ nicht recht:

Nun gut – alles an PL Diffusion eingeschickt und von dort erhielt ich den Tipp, ob ich nicht mal das Modell MSR Revo Ascent probieren wolle. Dieses Modell hat statt der Plane eine Kunststoffplatte als Tragefläche. Ich ließ mich darauf ein und erhielt also im kostenlosen Austausch zwei Paar Schneeschuhe dieses Typs. Von unseren Erfahrungen mit diesem Modell berichte ich in gesonderten Beiträgen.

 

Reisebericht über Bhutan

Im Frühjahr 2017 haben wir eine Trekkingreise in Bhutan gemacht, von der wir wieder einen bebilderten Reisebericht erstellt und nun veröffentlicht haben.

Damit das Lesevergnügen angenehm portioniert werden kann, ist der Bericht in mehrere Abschnitte aufgeteilt:

1. Paro und Umgebung (Drukgyel Dzong, Tigernest und Kyichu Lhakhang)
2. Trek nach Thangthanka und Chomalhari-Basecamp
3. Trek nach Lingshi
4. Trek nach Chebisa und über Gobu La, Jhari La und Sinche La nach Limithang
5. Trek nach Laya, Abstieg und Jeep-Fahrt nach Gaza
6. Punakha und Thimpu
7. Bhuddhistisches Neujahrsfest in Kathmandu, Résumée

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

 

Kategorien:Reisen

Links in Reiseberichten korrigiert

Oops – ich habe festgestellt, dass meine Links auf die Fotos bei Google nicht mehr funktionierten, weil (vermutlich schon vor einiger Zeit) Google intern was geändert hat…

Nun habe ich (hoffentlich) alles korrigiert und alle Bilder zu den Reiseberichten sind wieder sichtbar und ich hoffe, es macht wieder mehr Spaß, darin zu stöbern 🙂

Falls doch noch ein Fehler entdeckt wird, bitte ich um einen kurzen Hinweis – vielen Dank!

Kategorien:Redaktionelles

Frúhling in den Hautes-Alpes

Kategorien:Berge, Naturbeobachtung

Statistik der Regen- und Schneefälle 2015 im Vergleich der Vorjahre

Das vergangene Jahr 2015 war das trockenste Jahr seit ich hier in Saint Apollinaire die Niederschlags-Statistik führe (d.h. seit März 2011).

Regenfälle der Jahre bis 2015

Es hat zwar jeden Monat geregnet bzw. geschneit, aber die jeweiligen Mengen waren selten bedeutend. Die folgende Grafik zeigt tagesgenau die einzelnen Messungen (Regenfälle blau, Schneefälle rot). Interessant ist u.a., daß bei uns weder im November noch im Dezember Schnee fiel – im Gegensatz zu 2014 mit immerhin 15cm im November und 30cm im Dezember.

Regenfälle 2015 detailliert

Die Betrachtung der Niederschläge je Monat erlaubt weitere Vergleiche:

Regenfälle pro Monat Jahre bis 2015Die Monate Januar, Mai, Juni, September, Oktober hatten relativ durchschnittliche Niederschläge.
Ziemlich trocken waren Februar, März, April, Juli, November und vor allem Dezember.
Nur der August 2015 bot mehr Niederschläge als derselbe Monat der Vorjahre.


 

… Warten wir ab, was uns das Jahr 2016 an Niederschlägen bringt – die Natur könnte schon etwas mehr brauchen! Der Januar fing am 2. und 3.  bereits mit insgesamt 20 l/m² Regen an und brachte am 4. sogar 13cm Neuschnee – nun sieht es hier winterlich aus!

Reisebericht über Island

Im Frühjahr 2015 haben wir eine Rundreise um Island gemacht, von der wir wieder einen bebilderten Reisebericht erstellt und nun veröffentlicht haben.

Island Route komplett

Kategorien:Reisen

Was für ein Dreck!

4. Dezember 2015 1 Kommentar
Kategorien:Mountainbike

Ein magischer Übernachtungsplatz

28. November 2015 1 Kommentar

Regenbogen

Kategorien:Naturbeobachtung

Reisebericht über “Äthiopien” ist veröffentlicht

Es ist kaum zu glauben, nach über drei Jahren gibt es auf dieser Website mal wieder etwas Neues 🙂

Und zwar haben wir im vergangenen Herbst mit Freunden eine Reise nach Äthiopien gemacht, über die wir einen Bericht veröffentlicht haben.

Kategorien:Reisen Schlagwörter:

Besuch von Andreas und Brigitte in St.Apollinaire

4. September 2011 1 Kommentar

Mitte August kamen Andreas und Brigitte für eine Woche zu uns – wir hatten uns schon lange auf diesen ersten Besuch eines Mitglieds der Fischer-Familie gefreut.

Gleich am Ankunftsabend machten wir nach dem Abendessen von unserem Haus aus einen Spaziergang zu dem oberhalb des Dorfes gelegenen Lac St.Apollinaire und wanderten dann auf einem anderen Weg zurück zum Haus. Ich hatte mich allerdings bei der Wahl des Rückwegs leicht geirrt und so waren wir doch etwas länger und steiler unterwegs, als ich eigentlich vorhatte. Letztendlich kamen wir bei Mondschein zu Hause an, aber die Wanderung wurde von den Besuchern offensichtlich genossen und für mich war es der erste Hinweis, dass die Beiden gut zu Fuß und “belastbar” sind.

So verwarfen Renate und ich unsere vorbereiteten Vorschläge mit den leichten “Senioren-Wanderungen” und führten Andreas und Brigitte jeden Tag in eine andere Ecke unserer herrlichen Gegend, um dort ausgiebige Wanderungen mit bis zu 800m Höhenunterschied zu machen. Teilweise kannten wir selbst bisher nur die jeweilige Gegend, aber noch nicht die konkrete Tour, so dass auch für uns die Spannung des Neuen immer gegeben war. Vor oder nach der Tour ergab sich oft noch die Gelegenheit zu “normalen” Besichtigungen (historischer Tanz “Bacchu-Ber” in Briancon, Bauern-Markt und Kirche in Embrun, Abbaye du Boscodon, Spaziergang durch das Dorf St.Apollinaire).

Hier nun ein kleines Tourenbuch mit den Bildern und Filmen dieser Tage:

  • Am ersten Tag machten wir den weitesten Ausflug und fuhren an Briançon vorbei Richtung Col du Lautaret um dann bald eine bemerkenswerte Bergstrasse hinauf auf den Col du Granon (2404m) zu fahren. Kurz unterhalb des Passes begannen wir eine aussichtsreiche Höhenwanderung und genossen die Ausblicke auf die gegenüberliegenden Berge des Nationalparks “Barre des Écrins”.
    Am Nachmittag waren wir dann in Briançon, um dort im Stadtteil Pont de Cervières die Aufführung des historischen Tanzes “Bacchu-Ber” zu erleben. Danach folgte noch ein Rundgang durch die wirklich sehenswerte Altstadt von Briançon. Album anzeigen
  • Der zweite Tag führte in das Tal des Rabioux bei Châteauroux-les-Alpes. Ein schmales Bergsträßchen führte fast bis zur “Cascade de la Pisse” (es gibt viele Wasserfälle dieses schönen Namens hier…), von wo wir weiter hinein wanderten in das Tal. Auf einer Forstrasse ging es vorbei an einer bewirtschafteten Hütte in den Bergwald und dann bald auf einem Steig recht steil hinauf – es war gut, diese anstrengende Strecke wenigstens im schattigen Wald zu gehen! Zwischendurch ein paar Schnaufpausen und dann erreichten wir das weite Hochtal des Vallon du Tissap (ca. 2000m), wo wir die Brotzeit und die Ausblicke genossen. Auf dem Abstieg konnte ich es mir nicht verkneifen, Brigittes bewundernswerte Trittsicherheit im Film zu dokumentieren – siehe unten.
    Album anzeigen 
    Cascade de la Pisse
    Im Vallon Tissap unterwegs
    Bacchu-Ber Briancon 2011
  • Am dritten Tag wurde Brigitte eine Pause gegönnt nach der langen und steilen Bergtour am Vortag. Auf Andreas’ Vorschlag suchten wir (Andreas, Renate und ich) uns einen Gipfel als Ziel, und zwar den Piolit (2464m) – ein schöner Aussichtsberg ganz in der Nähe. Die Anfahrt ging über kleine Landstraßen und dann auf rauher Forststraße zum Ausgangspunkt. Von dort führte der schmale Pfad in angenehmer Steigung mit vielen Serpentinen den Hand hinauf, zuerst im lichten Bergwald, dann durch steile Almweiden, in denen noch viele Bergblumen blühten – erstaunlich für den Hochsommer. Oben am Gipfel konnten wir ganz kurz die Aussicht Panorama anzeigen ganz für uns geniessen und dann kam eine große Wanderer-Gruppe und es war aus mit der Stille – schade! Eigentlich ist es ein großes Plus in den hiesigen Bergen, dass man meist nahezu allein unterwegs ist und die Natur ganz ungestört genießen kann.
    Wieder zu Hause tauschten wir uns mit Brigitte aus, die derweil Spaziergänge im Umfeld des Hauses gemacht hatte, und entspannten alle ein wenig – jeder auf seine Weise. Abends gingen wir dann gemeinsam Essen und später um 22 Uhr genossen wir vom Balkon aus noch ein Feuerwerk, das im Ort Savine-le-Lac unterhalb von uns am See Lac-Serre-Ponçon abgebrannt wurde – mit einem Glas perlender “Clairette de Die” in der Hand ein schöner Abschluss meines Geburtstags! Album anzeigen
  • Am vierten Tag fuhren wir in das benachbarte Tal der Ubaye und dort in ein Seitental mit der ehemaligen Abbaye du Laverq. In diesem sehr stillen Tal wanderten wir in angenehmer Steigung hinauf in ein Hochtal mit den Hochmoor-Seen “Les Eaux Tortes” (ca. 2250m). Dort machten wir auf einem großen Felsen ausgiebig Brotzeit im Schatten eines Baumes und genossen die große alpine Landschaft.
    Leider gibt es von dieser Tour keine Bilder – ich hatte vergessen, den Akku meiner Kamera zu laden 😦
  • Den fünften Tag verbrachten wir auf der anderen Talseite beim Dorf Crots. Im Bergwald oberhalb des Dorfs ging es wieder durch lichten Bergwald, mal mehr, mal weniger steil. Wie allgemein hier in diesen Bergwäldern ergab sich auch aus dem Wald heraus immer wieder ein Ausblick in die Landschaft – ein Vorteil der lichten Waldstruktur. An einem (auch mit Auto über Forststraße erreichbaren) Picknickplatz machten wir eine kleine Pause und beobachteten dabei eine größere Gruppe sonntäglicher Franzosen, die hier im Halbschatten großes Picknick mit vielen(!) Getränken aufgebaut hatten und sich offensichtlich darauf eingerichtet hatten, so den Großteil des Sonntag zu verbringen. Von diesem Platz aus gings wieder in weiten Serpentinen durch den Wald, bis wir endlich ins Freie kamen und auch schon die “Crête du Lauzet” (2350m) erreicht hatten – ein sanfter Höhenrücken mit wunderbarem Ausblick auf das”Embrunais”, d.h. die Landschaft um Embrun sowie in die weiter entfernten hohen Berge.
    Von dieser Tour gibt es nur wenig Bilder – der lange Weg durch den Wald war nicht so spektakulär, wenn auch die Wanderung insgesamt, vor allem die Aussicht von der Crête für alle wieder ein Genuss war.Album anzeigen

Diese Woche mit Andreas und Brigitte ging sehr schnell vorbei, wir verstanden uns bestens und viele Ideen zu Unternehmungen wurden mit der Floskel “beim nächsten Mal” zurückgestellt – wir freuen uns jetzt schon auf dieses “nächste Mal” 🙂

Kategorien:Berge, Gäste, zu Hause

Doppelbesuch bei uns in Saint Apollinaire

13. Juli 2011 1 Kommentar

Nach unserem Umzug nach Frankreich und nach Monaten der Ruhe im Blog will ich mal wieder einen kleinen Bericht schreiben. Anlass hierfür ist der Besuch von lieben Freunden aus Deutschland bei uns in Saint Apollinaire.

Wenn diese kleine Erzählung als Appetitmacher für kommende Besucher wirkt, hat sie ihren Zweck erfüllt 🙂

Planung

Bereits im Dezember 2010, als ich unseren Umzug nach Frankreich ankündigte, hatte Thomas (er war über 20 Jahre lang mein Bass-Nachbar im Lassus-Chor) seinen Besuch “angedroht”. Im Frühjahr 2011 wurde dann genauer geplant und es passte hervorragend, dass Sepp (ebenfalls aus dem Lassus-Chor) einen Motorrad-Urlaub im Engadin plante und dass Thomas’ Sohn Flo(-rian) einen längeren Urlaub in Südfrankreich vorhatte. So entstand der Plan, dass Thomas sich mit dem Motorrad im Engadin mit Sepp trifft und die beiden dann während zwei genüsslichen Alpenpass-Tagen zu uns nach Saint Apollinaire fahren, um ein paar Tage hier zu verbringen. Zum selben Termin sollte dann Flo – auch mit dem Motorrad – quasi auf der Heimreise auch hier Halt machen, um dann gemeinsam mit “Papa” und Sepp heimzufahren.

Ebenfalls im Frühjahr entschloss sich unsere Tierärztin aus Holzkirchen, ebenfalls auf der Heimreise von einem Südfrankreich-Urlaub gemeinsam mit Mann und zwei Hunden bei uns einen Stopp einzulegen. Wegen der Hunde wollten sie unser Angebot zur Übernachtung im Gästezimmer nicht annehmen, sondern ins Hotel “Les Sources” in Savines-le-Lac gehen. So war es denn auch überhaupt kein Problem, dass letztendlich beide Besuche in derselben Woche stattfanden.

Montag – Ankunft

Flo war der erste, der am Montag Nachmittag bei uns ankam – er hatte ja auch nur etwa 100km zu fahren von dem Campingplatz, auf dem er während ein paar Wochen mitgearbeitet hatte. Er half uns gleich beim Vorbereiten des Grills für den Abend und als sowohl der Grill die richtige Temperatur hatte und alle Speisen vorbereitet waren, begann sich bei uns auch der Hunger zu melden und wir dachten “nun dürften Thomas und Sepp aber langsam kommen!” – und da kamen sie auch schon – perfektes Timing! Es folgte eine kurze Hausbesichtigung und dann ausgiebiges Tafeln und Ratschen auf der Terrasse bei traumhaftem Wetter und Blick auf “unsere” Berge. Der nächste Morgen begann mit ausgedehntem Frühstück auf sonniger Terrasse, womit die “Ankunft” der Besucher ihren Abschluss fand.

Album anzeigen

Dienstag – Pässe-Rundtour mit den Motorrädern

Die Wettervorhersage für die Woche war nicht sooo berauschend, aber für den Dienstag war bestes Wetter angekündigt. So stand für uns Motorradfahrer eine ausgiebige Pässe-Rundfahrt auf dem Programm, auch wenn Thomas und Sepp noch etwas müde waren von der Anreise – das gute Wetter musste genutzt werden! Renate wollte bei diesem langen Motorrad-Tag mit viel Fahrerei in der Gruppe nicht dabei sein und so brachen nur wir “Männer” nach dem Frühstück mit unseren vier Maschinen auf.

Es ging erst mal über eine aussichtsreiche Bergstraße nach Embrun, dann auf reizvoller Nebenstrecke via St.André d’Embrun  mit schönen Blicken ins Tal der Durance nach Guillestre und von dort auf den Col de Vars. Kurz nach Guillestre gab es einen Stopp um den fantastischen Blick auf die südlichsten 4-Tausender der Alpen zu genießen – den Pelvoux und die Barre d’Ecrins. Oben am Pass genehmigten wir uns einen kleiner Imbiss, umgeben von schönen Bergen – und unglaublich vielen Motorradfahrern vor allem aus Deutschland, Österreich, Schweiz, alle unterwegs zum “Pässe sammeln” auf der “Route des Grandes Alpes”.

Nächste Etappe war der Col de la Bonnette, auch für mich bisher noch unbekannt. Es war geradezu berauschend, auf dieser herrlichen Strecke zu fahren – traumhafte Landschaft, schön schwingende Streckenführung mit wenigen Haarnadelkurven, wenig Verkehr – einfach zauberhaft!  Oben am Pass fuhr ich ohne zu zögern gleich weiter auf die Ringstraße um die Cime de la Bonnette, Thomas gleich hinter mir. Sepp und Flo allerdings waren plötzlich nicht da und wir wunderten uns schon, begannen uns leicht zu sorgen. Schließlich kamen sie und klärten uns auf: die Strecke auf die Cime ist eigentlich gesperrt (das Verkehrszeichen hatte ich gleich großzügig übersehen…) und sie wollten abwarten, ob wir nach Zahlung eines Strafzettels gleich wieder runterkämen… Nun – es war kein Polizist zu sehen und wir genossen gemeinsam das großartige Panorama. Panorama anzeigen Erst als wir nach ausgiebiger Pause wieder den Pass zurückfuhren, kam uns die Gendarmerie entgegen, wohl um oben mal wieder abzukassieren – Glück gehabt!

Wieder unten bei Barcelonnette im Tal der Ubaye war es drückend heiß und so freuten wir uns auf kühleres Klima auf dem nächsten Paß – dem Col de la Cayolle. Ich war die Strecke bereits mit dem Auto gefahren und freute mich auf die landschaftlich enorm reizvolle Fahrt. Allerdings hatten die anderen nicht soo viel Freude auf der etwas rauen Straße – auf deren Tourer-Maschinen war das nicht so angenehm zu fahren wie für mich auf meiner Honda Transalp.

Nach ausgiebiger Pause am Pass mit kleinem Spaziergang brachen wir wieder auf, um die Paßstrecke des Col da la Cayolle wieder zurück und durch das Tal der Ubaye heim zu fahren. In Sauze-le-Lac machten wir noch eine kleine Pause am “Belvédère”, von dem aus man einen prächtigen Überblick auf den Lac Serre Ponçon hat.

Als wir dann heimkamen, waren wir Renate dankbar, dass sie bereits wieder den Terrassentisch reichhaltig gedeckt hatte – wir hatten seit dem Imbiss am Col de Vars nichts gegessen und entsprechend großen Hunger!
Album anzeigen

Mittwoch – Regenwetter

Wie schon von der Wettervorhersage angekündigt, war der Mittwoch reichlich verregnet – was waren wir froh, dass wir gestern bereits die Pässe-Runde genossen hatten! Morgens rief Birgit Warmbold aus dem Hotel in Savines-le-Lac an und wir luden sie zum ausgiebigen Frühstück bei uns ein – das passende Programm für dieses Wetter. Der Tag verging mit Plaudern, lesen und Bilder ansehen. Zwischendurch hellte sich der Himmel auf und wir machten einen ausgiebigen Spaziergang vom Haus aus zum Lac St.Apollinaire und durch den Bergwald zurück. Nachmittags verabschiedeten sich die Warmbolds zum bereits reservierten Abendessen und wir gingen mit Thomas, Sepp und Flo in Savines zum Essen, das wir schon wieder bei Sonnenschein auf der Restaurant-Terrasse genießen konnten.

Donnerstag – Besichtigungen

Das Wetter war auch heute nicht richtig gut und lud nicht zum Motorradfahren oder Wandern ein. So brach ich mit Thomas, Sepp und Flo im Auto auf, um ihnen die Orte der näheren Umgebung zu zeigen. Zuerst in Embrun die Besichtigung der wirklich bemerkenswerten Kathedrale, dann die Abbaye du Boscodon sowie in Gap die Altstadt und die dortige Kathedrale. Nach einem sehr gemütlichen Bierchen in der Altstadt folgte noch eine kurven- und aussichtsreiche Heimfahrt über den Col de Bayard und den Col de Manse. Der Abend wurde dann wieder auf der Terrasse verbracht bei Brot, Käse, Salat, Wein etc. etc.Album anzeigen

Freitag – Abreise

Das Wetter war wieder prächtig und die Motorradfahrer brachen morgens wohlgemut auf, um sich wieder auf die mehrtägige Heimfahrt über jede Menge reizvolle Alpenpässe zu machen.

Abfahrt der Besucher

Renate und ich trafen uns danach mit Birgit und Familie noch zu einer Wanderung auf den Morgon, den Berg den wir von unserem Haus aus Tag für Tag imposant auf der anderen Talseite sehen. Wir genossen gemeinsam den Tag in der Natur, zusammen mit den Hunden und vielen Schafen, die oben auf der Weide waren.

Und als schließlich auch Birgit mit Mann und Hunden wieder abgereist war, mussten wir uns tatsächlich wieder umstellen – unser Haus war nicht mehr so vom Leben vieler Personen erfüllt. Wir hatten den lebhaften, ereignisreichen Besuch sehr genossen und unser Haus hatte sich gut bewährt zur Beherbergung mehrerer Gäste.

Kategorien:Gäste

Schneeschuh-Ersatz ist bereits unterwegs

Ich hatte die gebrochenen Schneeschuhe (siehe MSR Lightning Ascent – schon wieder ein Materialbruch im Rahmen!) am 23.3. zur Post gebracht, lt. Online-Verfolgung wurden sie am 25.3. ausgeliefert – keine schlechte Laufzeit.

Heute erhielt ich Nachricht vom französischen Distributor, dass sie bereits gestern, am 28.3. die Ersatzschneeschuhe abgeschickt haben – auch super schnell, denn das Wochenende ist dazwischen.

Also – ich erwarte jetzt gespannt den Briefträger und freue mich auf baldige weitere Touren. Am Sonntag hat es hier kräftig geregnet und in den Höhen ist Neuschnee gefallen – da dürften noch ein paar schöne Touren drin sein.

Abgesehen vom Material-Ärger mit den Schneeschuhen an sich bin ich mit dem Service des deutschen Distributors (www.OutdoorEquipment.de | office@OutdoorEquipment.de) sowie des französischen (p.l.diffusion@wanadoo.fr | www.pl-diffusion.fr) sehr zufrieden.

MSR Bruch – schnelle Reaktion vom deutschen Distributor

Heute hatte ich bereits regen eMail-Verkehr mit dem deutschen Distributor von MSR, der mir die Adresse des französischen Distributors gab:

P.L. Diffusion S.A.
Eric Lafuma
Le Village,
26210 Moras En Valloire
p.l.diffusion@wanadoo.fr
www.pl-diffusion.fr

Er hatte selbst dort meinen Garantiefall bereits angekündigt. Über diese schnelle Reaktion kann ich nun wirklich nicht meckern und so bin ich nun optimistisch, dass der Fall auch von den Franzosen schnell geregelt wird und wir bald wieder unterwegs sein können. Morgen werde ich die Schneeschuhe einpacken und zur Post bringen. Wahrscheinlich ist “LaPoste” nun das langsamste Glied der Kette…

MSR Lightning Ascent – schon wieder ein Materialbruch im Rahmen!

19. März 2011 1 Kommentar

Es ist frustrierend – vor einem Jahr wurde mein Paar MSR Lightning Ascend wegen Materialbruch repariert (als Garantiefall immerhin) und nun ist das Paar von Renate dran:

Nach 3 Stunden Aufstieg in absoluter Einsamkeit schnallen wir ab, um Pause zu machen und etwas zu essen. Da hält mir Renate ihren rechten Schneeschuh und meint nur trocken “hab ich doch gerade schon gefühlt, dass da was nicht stimmt”: Die Bindungshalterung war am Rahmen gebrochen, genauso wie bei meinen beiden Schneeschuhen vor einem Jahr (siehe MSR Lightning Ascend – der nächste Bruch).

Alle im folgenden gezeigten Bilder sind hochauflösend (2560*1920) – durch Klick aufs Bild kann sich der interessierte Leser das Bild in Originalauflösung ansehen und die Bruchstelle genauestens betrachten…

Hier zwei sofort vor Ort geschossene Beweis-Bilder, auf dem rechten mit dem traumhaften Panorama dieser Tour.

Und nun eine Reihe zu Hause aufgenommener Detail-Bilder. Ich hatte als “gebranntes Kind” gleich auch Renates linken Schneeschuh geprüft – siehe da, Haarrisse auf beiden Seiten an derselben Stelle, die am rechten Schuh gerade gebrochen ist. Und am rechten Schuh ist auf der (noch) nicht gebrochenen Seite auch ein Haarriss – schöne Grüße an die MSR-Produktentwicklung!!

Rechter Schneeschuh:

die Bruchstelle notdürftig repariert mit einem Gurt der Haarriss auf der (noch) nicht gebrochenen Seite

Linker Schneeschuh:

linker Schneeschuh - Haariss Nr.1 linker Schneeschuh - Haariss Nr.2

Interessant ist, dass Renate dieses Paar Schneeschuhe vor 5 Jahren neu(!) als Garantieaustausch bekommen hatte. Meine Schneeschuhe waren übrigens ca. 6 Jahre alt, als im vergangenen Frühjahr der Rahmenbruch auftrat – ist doch konsequent, oder? Man kann sich das offensichtlich im Kalender vormerken: ab dem fünften Jahr auf Haarrisse prüfen und ggfs. einschicken, bevor auf der Tour der Rahmen bricht.

Eine wunderbare Situation hatten wir jetzt – im frühlingshaften Tiefschnee mit defektem Gerät ca. 2 1/2 Stunden Abstieg in Aussicht. Nun bewährte sich, dass ich immer irgendwelche Bänder und Gurte im Rucksack rumtrage (Zitat Renate: “Räum doch endlich mal Deinen Rucksack auf – was schleppst Du denn alles rum?”). Nun konnte ich wenigstens eine Notreparatur vornehmen und Renate konnte den Abstieg ohne Probleme machen.

Wir sind allerdings zusehends frustriert und enttäuscht von diesen Schneeschuhen. Zwar sind sie vom Konzept her hervorragend und für unsere Touren im alpinen anspruchsvollen Gelände sehr gut geeignet, aber die Zuverlässigkeit lässt zu wünschen übrig: Ich kann mich an fast keine Saison erinnern, in der nicht an irgendeinem unserer Schneeschuhe ein Defekt aufgetreten ist: entweder ein Bruch in der Bindungs-Platte, ausgehend von der Niete, mit der die Schuh-Hülle befestigt ist. Oder eben ein Bruch an der Bindungshalterung des Rahmens. Von den Rissen in der Plane nicht zu reden, dieses Problem  ist wohl in den neueren Modellen ohne Quersteg unter der Ferse besser geworden.

Da wir mittlerweile nach Frankreich umgezogen sind, habe ich nun auch noch die Aufgabe herauszufinden, wie ich mit MSR in Kontakt trete und wer die Reparatur und den Garantieantrag für mich macht. Großer Ärger über das alles – die Saison ist bei weitem noch nicht zu Ende, sondern im Gegenteil die schönsten Touren bei strahlender Sonne mit länger werdenden Tagen stehen eigentlich noch bevor. Und wir sind mal wieder mit nicht funktionierenden Schneeschuhen gestraft – Mist!